Hanna Smitmans

Im Zentrum meiner Arbeit steht die Wahrnehmung individueller Prozesse, eingebettet in die Dynamiken des gesellschaftlichen Umfeldes. Die Frage nach Identität wird bestimmt vom gesellschaftlichen Raum, in dem wir uns bewegen. Dieser manifestiert sich in konkreten Orten, Gebäuden, Landschaften. Örtlichkeiten, Lokalitäten wiederum werden gestaltet und verändert durch die Individuen, die mit ihnen in Beziehung treten. Diese Wechselwirkung und ihre kritische Betrachtung ist Ausgangspunkt für meine künstlerischen Untersuchungen. An unter-repräsentierten Details wie dem Tapetenriss an der Wand eines verlassenen Gebäudes und individuellen Alltagsmomenten wie den Arbeitsbedingungen eines Flüchtlings, den Hände eines Café-Mitarbeiters lassen sich zeitgenössische Gesellschaft-Codes ablesen.

Meine Medien sind Fotografie, Zeichnung und das bewegte Bild. Ich beobachte Orte und Menschen mit meiner Kamera und führe Interviews. Daraus werden Einzelbilder, Serien, Filme, Bücher und Arbeiten im Raum. Oft entwickele ich meine Installationen in Synthese mit dem Ort der Präsentation. Gefundenes Material wie Tapeten, Zeitschriften und speziell angefertigte Objekte sind häufig Teil der neu geschaffenen visuellen Landschaft.


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